Sterbebegleitung

Sterben ist ein unterschiedlich langer Prozess. Ein Zitat des griechischen Philosophen Epikur lautet „Solange ich lebe, bin ich nicht tot“ – was aber, wenn ein Mensch nach einer niederschmetternden Diagnose zwar am Leben, aber nicht mehr wirklich mitten in seinem Leben ist?

Obwohl Sterben Teil des Lebens ist, scheint eine unsichtbare Schwelle den Tod vom Leben, von der Gesellschaft zu trennen. Als Sterbebegleiterin weiche ich nicht aus und kann Sie mit großer Unbefangenheit in dieser letzten, intensiven Lebensphase begleiten.

Das Unausweichliche des nahenden Todes muss uns nicht in eine ohnmächtige Sprach- und Handlungsunfähigkeit versetzen. Vielleicht gibt es noch etwas zu tun oder zu sagen, möglicherweise trägt das Herz schwer an einer Last. Manchmal ist es das Gedankenkarussell über den Tod hinaus, um die Zurückbleibenden oder um das ungewisse eigene „Danach“.

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Begleitung. Manche Menschen möchten nur reden, andere brauchen tatkräftige Unterstützung bei der Regelung letzter Dinge, der Gestaltung eines Abschiedsfestes oder ihrer Biografiearbeit. Stets geht es um das persönlich Wesentliche. Und um größtmöglichen Frieden.

Möglichkeiten

Jede Begleitung ist individuell, ich arbeite nicht mit Schubladenkonzepten. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen, wenn es darum geht, Ängste und Verzweiflung in etwas Heilsames zu verwandeln.

Warmherzige und fachkundige therapeutische Begleitung steht ebenso zu Ihrer Verfügung wie Unterstützung bei notwendigen Formalitäten. Auf Wunsch bin ich auch bei Besuchen bei Bestattern, Beisetzungen und Trauerfeiern an Ihrer Seite. Das Maß bestimmen Sie.

Bei Sprach- oder Ratlosigkeit kann es hilfreich sein, alle Betroffenen in die Begleitung einzubeziehen. Wenn ich Familien oder Paare berate, achte ich stets auf Neutralität. Und selbstverständlich bin ich an die Schweigepflicht gebunden.

Bitte rufen Sie mich in Notsituationen auch außerhalb der Sprechzeiten an.

Meine Arbeit mit kranken, sterbenden und trauernden Menschen erfüllt mich und ich bin dankbar dafür, dass ich sie tun kann. Ich begegne jedem Menschen mit Wertschätzung und Annahme, jeder darf sein, wie er oder sie ist. In jedem leuchtet ein Licht, das sich nach Beachtung sehnt und danach, in der Welt zu erstrahlen. Und darüber hinaus.